Nachhaltiger Batterietransport

Nachhaltiger Batterietransport

Damit Automobilhersteller und Batterielieferanten auch in schwierigen Zeiten wettbewerbsfähig bleiben

Elektrofahrzeuge (EF) mischen die Automobilindustrie auf. Dem Fahrzeughersteller geht es vor allem um wettbewerbsfähige Produktionskosten – mit einem sorgenvollen Blick auf die Ungewissheit des Materialnachschubs –, aber für CHEP, den globalen Marktführer für nachhaltige Lieferkettenlösungen, kristallisieren sich jetzt wichtige Kosteneinsparungen in der Lieferkette heraus

Morgan Stanley hat vor Kurzem die weltweite Batteriewirtschaft als das „neue Öl“ bezeichnet.[1] Cathy Wood, Leiterin von Ark Investments, prognostizierte für Tesla einen möglichen Aufwärtstrend, welcher in den nächsten fünf Jahren einen Anstieg auf 25 % des gesamten Automobilmarkt vorsieht.

Doch jeder möchte diese neue Quelle anzapfen.

Mit Rückenwind von Regierungen auf der ganzen Welt, für welche die schnellste Route zur Dekarbonisierung beim Pkw liegt[2], übertreffen sich herkömmliche Erstausrüster (OEMs) in der Fahrzeugbranche mit ehrgeizigen Zielen für neue E-Fahrzeugflotten.

Jeder konzentriert sich auf wettbewerbsfähige Batteriepreise, und alle Augen sind auf den magischen Batteriepreis von 100 US-Dollar/KWh gerichtet, der die Kosten von Elektrofahrzeugen (EF) mit denen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE) in Einklang bringen würde. Im Jahresüberblick von BloombergNEF lag der Durchschnittspreis im Jahr 2020 bei 137 US-Dollar pro KWh – allerdings mit der einschränkenden Ungewissheit, dass die Preise 2021 nicht im gleichen Maß wie in den letzten Jahren zurückgehen, da Rohstoffpreise für wichtiges Material weiter steigen.

Kann man bei den neuen Batterietechnologien, dem Wettlauf um mehr Rohstoffquellen und dem massenweisen Aus-dem-Boden-Stampfen von Riesenfabriken mehr Kosteneffizienz erwarten? Möglich wäre es. Aber das Wie und Wann steht noch in den Sternen.

 

Auf lange Sicht geht es im Preiskampf der Elektrofahrzeugbranche nicht nur um die Herstellungskosten.

Mit E-Fahrzeug-Batterien gehen weitere Kosten einher und während Hersteller trotz dieser Ungewissheit ihre Batterie- und Elektrofahrzeugproduktion hochfahren, betrachten die Erfolgreichsten unter ihnen bereits andere Möglichkeiten der Kostenoptimierung.

Morgan Stanleys „neues Öl“ gestaltet Lieferketten, welche es schon seit mehr als einer Generation gibt, um. Bei durchschnittlich 30.000 Einzelteilen, aus denen ein Auto besteht, ist die heutige Fahrzeug-Lieferkette komplex und global und wird von OEMs über viele Jahre hinweg aufgebaut. Dass die Lieferkette für ein typisches Elektrofahrzeug, welches aus weniger als 20 Teilen besteht, weniger komplex sei als die für einen konventionellen Antriebsstrang für einen Verbrennungsmotor (ICE) mit über 2000 beweglichen Teilen, ist ein Irrtum.

Die Komplexität liegt an ganz anderer Stelle.

 

Batterien zu transportieren kann immense Kopfschmerzen bereiten

Lithium-Ionen-Batterien sind in E-Fahrzeugen der bei Weitem am häufigsten eingesetzte Batterietyp. Werden sie beschädigt, falsch gehandhabt oder zu starker Hitze ausgesetzt, können sie auslaufen, toxische Gase freigeben, sich entzünden oder sogar explodieren.

Die gemäß Klasse 9 für Gefahrgut (Verpackungsgruppe II) geltenden strengen Sicherheitsbestimmungen sollen demnach gewährleisten, dass EF-Batterien spezifischen Transport- und Verpackungsverfahren unterliegen. Die Verpackung muss UN-zertifiziert sein und viel höhere Anforderungen als Verpackungen für Standardfahrzeugteile erfüllen.

„Das sind neue und auch irgendwo unerwartete Kosten“, erklärt Murray Gilder, Vice-President bei CHEP Automotive. „Externe Fachleute haben uns bestätigt, dass Einwegverpackungen für ein komplettes Akkupack 300-500 US-Dollar kosten können – das entspricht 7 % der Gesamtkosten einer Batterie.“

Die Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge steckt noch in den Kinderschuhen, und daher sind Einwegverpackungen nicht nur teuer, sondern auch keine Dauerlösung. GM, Hyundai und Ford – sie alle machten dieses Jahr Schlagzeilen, weil sie defekte Akkupacks zurückrufen mussten. Dies betraf insgesamt 132.500 Fahrzeuge und belief sich auf geschätzte Gesamtkosten von 2,2 Mrd. US-Dollar.[3]

Rückrufaktionen sind in der Automobilindustrie, vor allem bei neuen Technologien, nichts Ungewöhnliches. Jedoch werden sie auch in Zukunft ein Loch in die Bilanz von OEMs reißen, solange man diesen Problemen nicht Herr wird.  Darum müssen wir neue Wege finden, um Kosten abzubauen. Die Antwort sind Einsparmöglichkeiten durch optimierte Transportlösungen. Die Nachfrage nach Batterietransporten betrifft zudem nicht nur den ersten Point of Sale.

 

Vorausschauend in die Zukunft der Fahrzeug-Lieferkette blicken

Wir müssen nicht nur die Elektrofahrzeug-Technologie besser kennen – wir müssen auch lernen, diese neue Lieferkette wettbewerbsfähig und optimiert aneinanderzureihen. Aber das ist noch nicht alles. Wenn alle Augen erwartungsvoll auf die Automobilindustrie gerichtet sind, in der Hoffnung, sie möge den Wandel in der Dekarbonisierung vollziehen, müssen alle neu entwickelten Lieferketten-Methoden zuallererst nachhaltig sein.

Hier sind Partner wie CHEP gefragt. CHEP ist seit 1975 Dreh- und Angelpunkt für tausende von Automobil- und Industrie-Lieferketten. Während Fahrzeugunternehmen mit neuen Technologien im E-Fahrzeugbau alle Hände voll zu tun haben, hilft CHEP bei der Organisation der neuen Lieferkette, die mit diesem unerwarteten Umbruch einhergeht.

CHEP-Expertengruppe „Batterie im Fokus“ begrüßt Branchenführer aus allen Segmenten der globalen Lieferkettenindustrie und möchte im Dialog eine sichere, effiziente – und vor allem nachhaltige – Batterie-Lieferkette aufbauen. Die Augen sind nicht nur auf die Personenbeförderung gerichtet, um den Wandel in der Dekarbonisierung herbeizuführen, sondern auf alle Transportwege. CHEP führt schon heute den weltweit größten Pool an wiederverwendbaren Paletten und Behältern und fördert für diese Transportmittel das System „Teilen und Wiederverwenden“.

 

Wiederverwendbare Lösungen für neue Anforderungen

CHEP passt sein Angebot an den sich weiterentwickelnden Bedarf der Automobilindustrie an und hat die Produkte Eurobin und IsoBin entsprechend zugeschnitten und mit verschließbarem Deckel, Vertiefungen für die Bänderung, individualisierbaren Warenetiketten und sogar der Option, Tracker hinzuzufügen, um den Standort, aber auch den Zustand des Inhalts zu verfolgen, ausgestattet. Diese wiederverwendbaren Verpackungsbehälter für E-Fahrzeug-Batterien bieten vor allen Dingen einen höheren Schutz als Standardalternativen aus Karton. Ein besserer Wetterschutz, weniger Schäden beim Stapeln und allgemein weniger Bedienungsaufwand sorgen dafür, dass die Schäden und Verluste während des Transports und die damit einhergehenden Kosten gesenkt werden.

Außerdem werden Zellen und Module für einen UN-zertifizierten, wiederverwendbaren und standardisierten Behälter entworfen, welcher eine höhere Verpackungsdichte bietet und die Seefrachtverpackung deutlich optimiert. Eine weitere Kosteneinsparung.

In Hinblick auf den Batteriemarkt für Elektrofahrzeuge stehen wir aktuell nur auf der Spitze des Eisbergs. Für 2021-2028 geht man von einer jährlichen Wachstumsrate von 26 % und damit einhergehend von einer Summe von 175,11 Mrd. US-Dollar bis 2028 aus (Marktforschungsunternehmen Meticulous Research, Studie von 2021).[4] Das sind eine Menge zu befördernden Batterien.

„Erfolgreiche Batterielieferanten und Fahrzeug-OEMs haben sich vorausschauend mit Lieferkettenspezialisten zusammengetan, um wiederverwendbare Verpackungen bereitzuhalten, wenn die Nachfrage nach Batterien steigt“, schlussfolgert Murray Gilder. „Vor allem senken wir damit die Gesamtkosten und erreichen Nachhaltigkeitsziele, weil wir die „verdeckten“ Kosten und die komplexen Aspekte des Batterietransports besser in den Griff bekommen.“

 

[1] https://www.cnbc.com/2021/11/18/batteries-are-the-new-oil-says-morgan-stanley-here-are-stocks-for-every-part-of-the-supply-chain.html

[2] https://www.autocar.co.uk/car-news/business-government-and-legislation/how-nations-around-world-are-encouraging-electric-car

[3] https://www.cnbc.com/2021/08/19/fires-probes-recalls-automakers-spend-billions-in-shift-to-evs.html

[4] https://www.meticulousresearch.com/pressrelease/430/EV-battery-2028

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